Die Geschichte der Nylonstrümpfe

 
 

Der klassische Nylonstrumpf ist zu schön und zu erotisch um ihn in der Vergangenheit zu belassen. Er war elegant, er war verrucht, er sorgte für Aufregung, er war sogar Zahlungsmittel und dabei stets sinnlich.


Alles begann  im Jahre 1928, in einem amerikanischem Unternehmen E.I. Du Pont de Nemours Inc... Einem jungem Chemiker aus Harvard, Walles Carothers, wurde die Führung eines innovativen Labors bei DuPont anvertraut. Das wissenschaftliche Forschungslabor befasste sich mit neuen, künstlichen Materialien.


Bis 1935 behielt Japan die absolute Exklusivität auf die Produktion und den Handel mit Seide. Trotz den politischen Differenzen und den damit verbundenen handelspolitischen Problemen mit Japan, blieb das Land der aufgehenden Sonne die wichtigste Bezugsquelle für Seide für den amerikanischen Markt. Mit der Zeit wurde der Import von Seide stets schwieriger. Ausserdem stiegen die Preise für dieses Naturprodukt.


Der erste Erfolg erlangte Carothers  im Jahre 1934.  Es gelang ihm ein dünner, gleichmässiger, (ähnlich wie eine  Fischseide) und kilometerlangen Faden (Monofilament) aus der Retorte zu ziehen. Dieser neuer Faden erwies sich als leicht, extrem stark, wenig dehnbar, temperathurresistent  und gleichzeitig transparent  und mit einem schönem Glanz. Ein Jahr später, patentierte  das neue Produkt unter dem Namen "Nylon".


Was die Zuteilung des Namens 'Nylon' betrifft, so gibt es verschiedene Versionen, die leider nicht dokumentiert sind. Nehmen wir diese Geschickte also als eine Anekdote an: als Carothers, nach 20 Jahren Forschung schliesslich die "Kunstseide" erfand, ruf er angeblich mit Stolz aus: „Now You Lousy Old Nipponese“ (oder „Now You Look Old Nippon“) als seine Bestätigung für die Erfindung eines wettbewerbsfähigen Produktes zu der japanische Seide.


Tatsache ist, dass "Kunstseide" seinen heutigen Namen NYLON erst nach dem Tod Carothers  erhielt. Somit ist diese Geschichte eher als eine Legende, die wahrscheinlich während des zweiten Weltkrieges entstanden ist zu sehen. Nylon war  für die Alliierten zu jener Zeit extrem wichtig, weil es u.A. für die Herstellung von  Fallschirmen verwendet wurde.


Und vielleicht noch ein interessantes Detail aus der DuPont   Marketing-Küche: der Name 'Nylon' wurde nie rechtlich als eine geschützte Marke eingetragen. DuPont  wollte den Namen 'Nylon' absichtlich nicht registrieren lassen, so dass das Wort dem allgemeinen Wortschatz zugefügt werden konnte. So steht z.B. das Wort  "Nylons" als Synonym für Strümpfe, auch für solche, die nicht aus Nylon hergestellten sind. Und so ist es unverändert bis heute geblieben.

 

Die erfindung der Kunstseide